Wissenswertes über Kambodscha


1    Kennzahlen
  Kambodscha Deutschland Schweiz Österreich
Fläche 181.040 km² 357.021 km² 41.290 km² 83.870 km²
Einwohner 14.700.000 81.800.000 7.800.000 8.400.000
Einwohner pro km² 79,82 230,8 182,22 97,69
Höchster Berg Phnom Aural
1.810 m
Zugspitze
2.963 m
Dufourspitze
4.634 m
Grossglockner
3.798 m
Küstenkilometer 443 km 2.389 km 0 km 0 km
Kindersterblichkeit 54.5/1000 Lebendgeburten 3.5/1000 Lebendgeburten 3.8/1000 Lebendgeburten 3.7/1000 Lebendgeburten
Bevölkerungs-
wachstum
1,5% -0,15% 0,2% 0,2%
Lebenserwartung 62.5 Jahre 80.0 Jahre 82.2 Jahre 80.4 Jahre
Kinder pro Frau 2,6 1,4 1,5 1,4
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 850$ = 640€ 31.400€ 50.600€ 33.000€
Quelle: Worldbank        
2    Land und Leute
Die Bewohner Kambodschas sind zu 90 Prozent Khmer. Das Volk der Khmer kann auf eine reiche Geschichte und ein großes Reich zurückblicken und rühmt sich, die Erbauer der Tempel Angkors zu sein. Zur Zeit der Angkor-Hochkultur um 1200 n. Chr. lebten in der Stadt Angkor Wat eine Million Menschen. Paris war da eine Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern. Neben den Khmer leben in Kambodscha Chinesen, Vietnamesen und Angehörige verschiedener ethnischer Minderheiten wie z.B. Brau, Jarai, Stieng, Kravet und Tampuan. Sie sprechen eigene Sprachen, beherrschen aber in der Regel Khmer als Zweitsprache.

Kambodscha, das bedeutet auch und vor allem Reis. Die Landschaft ist geprägt von sattgrünen Feldern, der Tagesablauf von der Arbeit auf ihnen und der Speiseplan von dreimal täglich Reis. Das Khmer-Verb für essen heißt „essen Reis“ (njam bay). Exportieren kann Kambodscha den Reis leider nicht, obwohl er reichhaltig und in guter Qualität wächst. Es heißt, er würde sich durch Korruption auf dem Weg vom Feld zum Hafen so sehr verteuern, dass er mit dem Reis aus China und Indien nicht mehr mithalten kann.

Die Kambodschaner sind zu 95% Buddhisten. Die Religion spielt im Alltag eine sichtbare Rolle, und die typischen Pagoden prägen das Landschaftsbild. Zahlreiche, meist kleinere christliche Kirchen versuchen (mit bescheidenem) Erfolg, die Kambodschaner zu missionieren. Dem Ruf des Christentums und der anständigen christlich motivierten Entwicklungshilfeorganisationen tun sie damit keinen Gefallen.


Konsonantenzeichen des Khmer-Alphabets. Dazu kommen noch etwa 20 Vokalzeichen. (click&zoom)
Sprache und Schrift heißen ebenfalls Khmer. Das Khmer ist eine der ältesten Schriftsprachen Südostasiens. Es ist europäischen Sprachen in Grammatik und Aussprache sehr unähnlich. Grundlegende Sprachkenntnisse kann man sich relativ einfach aneignen. Wer auf höherem Niveau sprechen, verstehen oder gar schreiben will, muss fleißig sein. Zu empfehlen ist für den Einstieg der Sprachführer (plus Kassette) der Reihe Globetrotter/Kauderwelsch, ISBN 3-89416-881-1.

Kambodscha ist eine konstitutionelle Monarchie und ist in 24 Provinzen mit 1621
Gemeinden gegliedert.
König Norodom Sihamoni ist der Sohn des langjährigen Königs Norodom Sihanouk, der die Geschicke Kambodschas seit seiner ersten Thronbesteigung 1941 fast 65 Jahre lang geprägt hat. Der Premierminister heißt Hun Sen und gehört der Cambodian People’s Party (CPP) an, die im Land sehr viel Macht hat. Im Parlament sind noch die Parteien FUNCINPEC und SAM RAINSY vertreten. Hun Sen und seine Regierung stehen nicht in dem Ruf, besonders demokratisch zu sein. Hun Sen regiert seit 1993 mit eiserner Hand und wird oft in Verbindung gebracht mit Menschenrechtsverletzungen, Rechtlosigkeit, Korruption und diktatorischen Allüren. Seit 1998 ist Kambodscha jedoch relativ friedlich. Das ist nach 30 Jahren Krieg bei aller schreienden Armut, Korruption und Rechtlosigkeit eine große Errungenschaft.

Nach der Unabhängigkeit von Frankreich 1953 ging es Kambodscha recht gut. Das änderte sich, als 1975 nach fünf Jahren Bürgerkrieg die Roten Khmer (international: Khmer Rouge) unter Führung von Pol Pot an die Macht kamen. Sie wollten Kambodscha mit brutaler Gewalt in ein agrarkommunistisches Land verwandeln. Nach vier Jahren besetzte Vietnam im Januar 1979 das Land und machte dem Terror ein Ende. Den Roten Khmer fielen 1,7 Millionen Menschen zum Opfer. Das Land war mit Gräbern überzogen, die Überlebenden geflohen, verwundet und traumatisiert. Binnen vier Jahren hatten die Roten Khmer die Fundamente der kambodschanischen Gesellschaft zerstört: Sie hatten alle gebildeten Menschen ermordet, die Religion abgeschafft, die Familie als soziale Einheit aufgelöst, das Geld verboten, die Städte geräumt und die Menschen zu härtester Feldarbeit gezwungen.

Nach dem Ende der vietnamesischen Besatzung 1989 trat Kambodscha in eine Übergangsphase ein, in der die UNO mit ihrer UNTAC-Mission das Land regierte. Seit 1993 ist Kambodscha wieder konstitutionelle Monarchie. Die Roten Khmer wurden 1979 gestürzt, destabilisierten das Land aber bis 1998 als Guerillakämpfer weiter. Nach ihrer Kapitulation wurden die letzten Kämpfer in die Regierungsarmee eingegliedert. Viele Führer und Mitläufer der Roten Khmer leben heute unbehelligt inmitten ihrer Opfer. Nur zwei ehemalige Funktionäre sitzen im Gefängnis und warten auf den Beginn eines Prozesses gegen sie. Pol Pot ist 1998 gestorben und kann nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden.


3    Wirtschaft
Haupterwerbsquelle ist die Landwirtschaft, insbesondere der Reisanbau. Nach wie vor überwiegt Subsistenzwirtschaft zur Selbstversorgung. Der Anbau anderer Feldfrüchte wie Gemüse oder Cassava (Maniok) sowie die Viehzucht spielen Nebenrollen. Der Süßwasserfischfang ist wichtig für die Ernährung des Landes. 
Die Kautschukgewinnung nähert sich langsam wieder dem Vorkriegsniveau. Unter den Ressourcen sind vor allem Edelsteine im Nordwesten, mäßig große Offshore-Ölvorkommen und Tropenholz zu nennen. Das traditionelle Seidenweberhandwerk wird besonders in der Provinz Takeo gepflegt, in der Sorya e.V. arbeitet. Hier entstehen wunderschöne Stoffe bester Qualität.

Das Land verfügt über kaum Industrie und produzierendes Gewerbe und muss fast alles importieren, meist aus Thailand, China und Vietnam. Um das zu verdeutlichen: Es gibt in Kambodscha keine Raffinerien, jeder Tropfen Benzin muss importiert werden.

Eine Ausnahme ist die Textilindustrie, die auch für H&M, GAP, Adidas und andere fertigt. Hier sind überwiegend Frauen (aus den Provinzen um Phnom Penh) beschäftigt, allerdings unter zum Teil skandalösen Bedingungen: Für 40-60 Stunden Wochenarbeit gibt es den offiziellen Minimumlohn von von $66, der mit Zulagen und Überstunden im Durchschnitt auf $85 steigen kann - zum Leben sind um Phnom Penh jedoch mehr als $100 Monatseinkommen notwendig. Die Aufhebung von Zoll- und Handelsbarrieren sowie die Verlagerung von Fertigung aus China nach Kambodscha ließen den Anteil der Textilindustrie an den Exporten auf 85% steigen bei einem Anteil an BIP von 32%. Weiterhin besteht harte Konkurrenz mit billigeren Produzenten insbesondere aus Bangladesch. 
Zu einem weiteren wichtigen Wirtschaftszweig hat sich der Tourismus entwickelt. Mehr als 2,9 Million Menschen besuchen das Land jährlich. Sie kommen vor allem wegen der Tempel von Angkor.

Der Staatshaushalt ist in höchstem Maße von Entwicklungshilfegeldern abhängig. Die laufenden Entwicklungshilfezahlungen (Official Development Assistance, ODA) entsprechen 50% des Staatshaushaltes. Korruption ist im Land auf allen Ebenen allgegenwärtig. Kambodscha zählt zu den zwanzig korruptesten Ländern der Welt.

10.000 Riel. Abgebildet ist der ehem. König Norodom Sihanouk (click&zoom)

4    Geld
Die Landeswährung sind kambodschanische Riel. Ein Euro entspricht etwa 5.050 Riel, ein US-Dollar etwa 4.100 Riel (hier aktueller Kurs). Es gibt Scheine zu 50, 100, 200, 500, 1.000, 5.000 und 10.000 Riel. Münzen werden nicht verwendet.

Die Inflationsrate liegt mittlerweile bei über 6%. Sie wird getrieben von überproportionalen Preisteigerungen bei Nahrungsmitteln und Benzin. Ein Liter Wasser kostet 500R, ein Liter Benzin bis zu 5.000R (1,25 US-$). Eine Mahlzeit aus Reis, Gemüse und Fleisch gibt es zwischen 2.500R und 10.000R. Ein Busticket für 60 km kostet 10.000R. Bettler sagen manchmal „Som muy rooy“, das heisst „Bitte 100 (Riel)“. Einfache Unterkunft für Touristen kostet zwischen 5 und 10 US-$ pro Nacht. 
Mit US-$ kann überall bezahlt werden, mit Euro nicht. Mittlerweile gibt es in allen größeren Städten Bankautomaten, die in der Regel US-Dollar ausgeben.
Eine Mahlzeit aus Reis, Gemüse und Fleisch gibt es zwischen 2.500R und 10.000R. Ein Busticket für 60km kostet 10.000R. Bettler sagen manchmal „Som muy rooy“, das heisst „Bitte 100 (Riel)“. Einfache Unterkunft für Touristen kostet zwischen 5 und 10 US-$ pro Nacht. Mit US-$ kann überall bezahlt werden, mit Euro nicht.
Industriearbeiter verdienen im Durchschnitt $91 im Monat ($3,00 pro Tag); sie schicken monatlich 30-50% ihres Lohns an ihre Familien. Im Bausektor erhalten ungelernte Arbeitskräfte $5 am Tag, erfahrene $10 bis $15, während Architekten und Bauingenieure monatlich $600 bis $1200 erhalten. Pro Tag bekommen Kellnerinnen 6.600 Riel ($1,65), Tuk-Tuk Driver 20.000 - 30.000 Riel ($ 5 -7; dafür müssen sie mindestens 2 Liter = $ 2,50 tanken). Tourist Guides verdienen $300 - 500 im Monat in der Saison, Lehrer $ 55-110 pro Monat, Soldaten noch weniger.
Für Kambodschaner auf dem Land ist ein menschenwürdiges Leben unter einem Dollar pro Tag und Kopf kaum möglich. Offiziell liegt die nationale Armutsgrenze (National Poverty Line) auf dem Land bei 2.500 Riel, das ist gerade ein halber US-Dollar, und reicht kaum für das Nötigste zum Essen und Trinken. Die Asia Development Bank (ADB) hat in ihrer letzten Studie die durchschnittliche Armutgrenze für Kambodscha mit 1,35 US-$ pro Tag errechnet. In Phnom Penh ist das Leben noch teurer.


Altersstruktur Kambodschas und europäischer Länder im Vergleich (click & zoom)
5    Jugend und Bildung
Kambodscha ist ein junges Land.  Knapp 60% der Bevölkerung sind jünger als 24 Jahre. Themen wie (Aus-)Bildung und wirtschaftlicher Aufschwung, aber auch Gewalt, Drogen und AIDS gehören zu den drängendsten Problemen.  Eine ganze nach den Schreckensjahren geborene Generation steht vor der Aufgabe, die Vergangenheit zu bewältigen und mit großem Einsatz die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Jährlich drängen ca. 300.000 Jugendliche auf den Arbeitsmarkt. Im Schnitt stehen aber nur für die Hälfte von ihnen neue Vollzeit-Jobs bereit. 

Das Bildungssystem ist trotz sichtbarer Fortschritte weiterhin unzureichend. Trotz einer hohen Einschulungsrate von 96% schaffen nur 61% eines Jahrgangs den Grundschulabschluss. Lediglich 35% besuchen eine weiterführende Schule. Im Schnitt brechen 10% eines Jahrgangs den Schulbesuch vorzeitig ab. Im Jahr 2011 haben 80% von 107.000 Schülern ihr Abitur (12th-grade examination) bestanden, davon 43% Mädchen. 
Die Unterschiede zwischen Stadt und Land bleiben gravierend. Für die Klassen 7-9 liegt die Einschulungsrate auf dem Land bei einem Drittel und für die Klassen 10-12 bei nur einem Fünftel der Einschulungsraten in den Städten. Die Lehrer-Schüler Relation von 1:45 in den Grundschulen bzw. 1:30 in den weiterführenden Schulen wurde zwar verbessert, ist aber nach wie vor schlechter als in Laos oder Vietnam.

Die Bildungsausgaben und ihre Steigerungsrate ist zu gering gemessen an den Ansprüchen der offiziellen Programme und den dringenden Bedürfnissen des Landes. 

Eine wesentliche Barriere für Teilnahme am Schulunterricht sind die Schulkosten. Eltern zahlen für den Schulbesuch eines Kindes $ 110 bis $ 150 im Jahr - für die meisten Familien rund 80% aller Non-food Ausgaben. 
Bei einer typischen fünfköpfigen Familie summieren sich die informellen und offiziellen Schulgebühren, Kosten für Nachhilfe, Essen und Schulkleidung bei drei schulpflichtigen Kindern schnell auf $1,50 täglich. Eine fünfköpfige Familie hat auf dem Land im Durchschnitt um $ 140 monatlich oder $ 4,60 täglich für ihre Lebensführung zur Verfügung. Zum Vergleich, eine Schuluniform ( 2x zwei Teile ) kostet 21.000 Riel ($ 5 bzw.  € 4), ein Schulbuch 3.000 Riel ($ 0,70 bzw. € 0,55), ein einfacher Kugelschreiber 500 Riel ($ 0,12 bzw.  € 0,10) und ein Fahrrad $ 32 bzw. € 26. 


Teacher Salaries 2012 by CITA, Cambodia's teachers union (click & zoom)
Cambodian teachers particularly in rural areas, are unable to ensure a decent standard of living with their wages and often supplement their income with other types of employment. This situation inevitably hinders their capacity to prepare their classes and class materials, and has decreased the quality of the education overall.
An average teacher receives lower earnings than an average civil servant does, although the difference between the two is small. The gap between the earnings of a teacher and those of an average worker in all other economic sectors is larger (in total and from primary occupation).
Teacher levels of education are low. About a quarter of primary school teachers hold an upper secondary degree. Almost two-thirds of secondary teachers have completed at least grade 12, while 18% had some post-secondary education. Younger teachers tend to have achieved higher educational attainment. 
A majority of teachers are young. About 40% of primary school teachers are below the age of 30, while secondary school teachers are slightly older on average. Remote area schools have the largest concentration of young teachers. Three quarters of educators in these schools are younger than 30 years old (Germany: 50% of teachers older than the age of 50).
In many primary schools, basics amenities and facilities, like furniture, equipment, toilets,running water, ventilation and teaching/training materials are still either inadequate or absent making it difficult for teachers and pupils to teach and learn effectively. For example, about 44% of the schools have no water supply and 31% no latrines.


Kambodscha und seine Nachbarstaaten (click&zoom)
6    Geographie
Das Königreich Kambodscha liegt in Südostasien. Seine Nachbarstaaten sind Laos, Vietnam und Thailand. Im flachen Westen und Süden des Landes dominieren Reisfelder und charakteristische Zuckerpalmen die Landschaft. Diese Regionen sind größtenteils entwaldet. Im Norden und Westen befinden sich Mittelgebirge. Die Provinzen östlich des Mekong sind dicht bewaldet und schwer zugänglich. Charakteristisch ist hier der rote Boden.
Ganz Kambodscha ist vom Wasser geprägt. Besonders die Flüsse Mekong und Tonle Sap und der Binnensee Tonle Sap prägen Landschaftsbild und Lebensweise. In der Regenzeit (Mai bis Oktober) stehen zuweilen Straßen und Landesteile unter Wasser. In der Trockenzeit (November bis April) zehren Land und Leute von den Wasserreserven der Regenzeit. Wenn der Regen ausbleibt oder sich verspätet (wie oft in den vergangenen Jahren), ist das fatal. Die Temperatur ist gleichbleibend hoch. In der Regenzeit ist es etwas kühler als in der Trockenzeit, Temperaturen fallen jedoch selten unter 20 °C.
Die Hauptstadt Phnom Penh hat etwa 2,5 Millionen Einwohner. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Weitere große Städte sind Battambang (250.000) und Siem Reap (200.000), die an den Tempeln gelegene "Hauptstadt des Tourismus". Die Entwicklung in Siem Reap überschlägt sich förmlich und ist vom Rest des Landes völlig entkoppelt. Touristen fliegen zum Tempelbesuch direkt aus Bangkok, Kuala Lumpur, Seoul, Shanghai oder Singapur ein und umgehen das „andere“ Kambodscha völlig - mittlerweile zählen die Tempel von Angkor in der Hochsaison mehr als 5.000 Besucher täglich. 
Nur wenige Touristen besuchten bisher die 440 km lange Küste von Koh Kong über Sihanoukville und Kampot bis Kep am Golf von Thailand. Doch die Besucherzahlen beginnen zunehmend zu steigen. Sihanoukville hat mittlerweile eine Flugverbindung mit Siem Reap.



7    Themen, Trends, Probleme
Jedes Land hat „seine“ Themen, resultierend aus Geschichte, geopolitischer Lage und wirtschaftlicher Situation. Kambodschas Themen zeugen vom Krieg, von Armut und ihren Folgen und vom Umbruch.

Gesellschaft: Umgang mit traumatischer Geschichte. Korruption. Schlechte Straßen. Rechtlosigkeit. Tourismus. Teilnahme an der Welt nach langer Isolation. Sextourismus. (Kinder)Prostitution. Buddhismus/Tradition vs. rasanter Eintritt in die globale Moderne. Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit.
Wirtschaft: Hohes Wachstum. Bittere Armut. Korruption. Mitgliedschaft in ASEAN, WTO. Chinesischer Einfluß.
Die fortgesetzte illegale Rodung der Tropenwälder gefährdet wie die Überfischung des Mekong und des Tonle Sap das fragile Ökosystem und die wirtschaftliche Basis eines Großteils der Bevölkerung. Die geplanten Staudämme zur Stromerzeugung in der Mekong-Region verschärfen diese Bedrohung.
Politik und Justiz: Tribunal gegen die Führer der Roten Khmer. Menschenrechte und Demokratie. Korruption. Politische Instabilität. Diktatorische Tendenzen.
Die Landrechte sind nicht gesichert. Jedes Jahr werden hunderte von Familien ohne ausreichende Kompensation aus ihren Wohnungen oder von ihrem Land vertrieben.
Gesundheit: Hohe Kinder- und Mütter-Sterblichkeit. HIV/AIDS. Magen- und Darmkrankeiten. Schlechte medizinische Versorgung. (Synthetische) Drogen. Alkoholismus. Landminen. Fast Zwei-Drittel der Landbevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.


8    Quellen und weiterführende Informationen
Deutsches Auswärtiges Amt: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/Kambodscha.html

CIA - The World Factbook - Cambodia:
https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/cb.html

Ethnologue: http://www.ethnologue.com/show_country.asp?name=KH

Tales of Asia: http://www.talesofasia.com/cambodia.htm

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kambodscha

Sowie das Buch "Kulturschock Kambodscha" von Sam Samnang, ISBN 3-8317-1294-8, 14,90€.